Europäische Mobilitätswoche
Die Europäische Mobilitätswoche (EMW) findet als Kampagne der Europäischen Kommission jedes Jahr vom 16. bis 22. September statt. Die EMW steht allgemein und dauerhaft unter dem Motto "Mix and Move! - klimafreundlich mobil". In diesem Jahr wurde dazu noch das Jahresthema "Mobilität unter den Generationen" gewählt.
Pünktlich zur diesjährigen EMW konnten auch die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Forbach weitestgehend, bis auf einige Restarbeiten, abgeschlossen werden.
Bei der Planung der Maßnahme standen auch eine Stärkung des Fuß- und Radverkehrs und eine bessere Aufteilung des Verkehrsraums für unterschiedliche Mobilitätsarten im Fokus. Dies alles in einem engen Zeitrahmen und mit begrenzten finanziellen Mitteln.
Dennoch kann sich sehen lassen, was in der Synergie mit der Fahrbahndeckenerneuerung auf der B462 umgesetzt wurde oder in den nächsten Tagen noch wird.
Gegenüber der Tankstelle wurde der Gehweg verbreitert und die Fahrbahn verschmälert. Eine Parkbucht wurde zu Stellflächen für Motorräder und Fahrräder umgestaltet und die Grünflächen wurden vergrößert. In der Landstraße wurde ein neuer barrierefreier Fußgängerüberweg angelegt. Der Querschnitt der Einmündung der Friedrichstraße wurde reduziert und der Fußgängerüberweg barrierefrei ausgebaut. Auch hier wurde eine zusätzliche Grünfläche angelegt. Ebenso wurden der Überweg am Rathaus nach Barrierefreiheitsrichtlinien angepasst und zusätzliche Fahrradstellplätze geschaffen.
Zur besseren Sichtbarmachung des Radverkehrs werden in der Ortsdurchfahrt zwischen Rathaus und Bahnhof künftig Piktogrammketten die Fahrbahnmarkierungen ergänzen.
Zwischen Murgtal- und Schulstraße wurde durch das Regierungspräsidium der kombinierte Rad- und Fußweg zulasten der Fahrbahn verbreitert und die Einmündung der Schulstraße zugunsten von Rad- und Fußverkehr angepasst. Für die Tour de Murg wird eine Radfurt angelegt und im Parkstreifen am Bahnhof wird eine Ausweichstelle für den gegen die Einbahnstraße fahrenden Radverkehr in die Böschung gebaut.
Leider zwingen die räumlichen Verhältnisse manchmal auch zu außergewöhnlichen Lösungen und so muss der talaufwärts fahrende Radverkehr vor dem Abzweig auf die Schifferstraße doch noch auf die Fahrbahn wechseln, da zwischen Gleisen, Parkplatz, Bahnhofsgebäude, Ampel, Straße und Murg einfach nicht genügend Platz für einen kombinierten Rad- und Fußweg im Begegnungsverkehr mit ausreichend Aufstellraum an Ampel und anschließender Bushaltestelle vorhanden ist. Aus Fahrtrichtung Gausbach wird hier künftig eine Sperrfläche mit Insel den anschließenden Schutzstreifen absichern. Vor der Ampel wurde eine separate Aufstellfläche für den Radverkehr markiert und die Fußgängerfurt hat einen Extrastreifen für den am Bahnhof startenden und ortseinwärts fahrenden Radverkehr.
Natürlich gibt es noch viele weitere Wünsche und Aufgaben um verkehrliche Änderungen für die Zukunft zu bewirken. Der barrierefreie Umbau von Haltestellen ist dabei eine der dringendsten Aufgaben. Dies war auch bezüglich der beiden Haltestellen in der Ortsdurchfahrt vor der Maßnahme ein Thema. Ein Umbau war im zeitlichen Rahmen der Fahrbahndeckenerneuerung nicht zusätzlich zu den anderen Projekten möglich, denen in diesem Zusammenhang die Priorität eingeräumt wurde. Dies vor allem auch vor dem Hintergrund, dass für den Kernort die Haltestelle am Bahnhof zuerst umgestaltet werden muss.
Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche gab es allerdings durch das Land die Möglichkeit, eine kleine Visualisierung machen zu lassen. Die Verwaltung hat hierfür als Impuls für künftige Diskussionen die Landstraße vor dem Rathaus mit Blickrichtung Norden ausgewählt. Anbei das Ergebnis wie man sich vielleicht den Umbau der Haltestellen in der Ortsdurchfahrt irgendwann wird vorstellen können.


