Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

für uns im Rathaus gehört der tägliche Blick auf die Karten des Robert-Koch-Instituts inzwischen zum Alltag. Und aus meiner Erfahrung heraus nutzen auch viele Bürgerinnen und Bürger dieses Medium, um sich regelmäßig über Inzidenzwerte, Neuinfektionen, Risikogebiete und ähnliches  zu informieren.

Eine Entwicklung, die in den letzten Wochen und vor allem Tagen beim Blick auf die entsprechende bundesweite Karte der Landkreise deutlich wurde, ist ein beunruhigender Farbwechsel hin zu orange und rot in vielen Regionen Deutschlands und auch besonders in Baden-Württemberg.

Die Infektionszahlen schnellen wieder in die Höhe, auch der Landkreis Rastatt hat inzwischen offiziell die Warn-Schwelle von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern im Sieben-Tage-Schnitt überschritten und landesweit bewegt sich der Wert auf die kritische Marke von 50 zu.

Zu Beginn der Woche wurden deshalb von der Landesregierung die Corona-Regeln für ganz Baden-Württemberg deutlich erweitert und verschärft:
Die Maskenpflicht gilt nun in ganz Baden-Württemberg auch in den dem Fußgängerverkehr gewidmeten Bereichen wie Fußgängerzonen und Marktplätzen bzw. überall, wo der Abstand von 1,5 Metern nicht sicher eingehalten werden kann.

Auch in den für den Publikumsverkehr zugänglichen Bereichen von öffentlichen Einrichtungen gilt jetzt eine allgemeine Maskenpflicht. (§ 3 Absatz 1 Nr. 11 und 12 sowie Absatz 2 Nr. 9 und 10).

In den Schulen besteht ab Klasse 5 Maskenpflicht auch im Unterricht.

Ansammlungen werden auf 10 Personen oder zwei Hausstände begrenzt. (§ 9 Absatz 1 und Absatz 2 Nr. 3).

Die Teilnehmerzahl für öffentliche Veranstaltungen wird auf 100 begrenzt, wenn Platzangebot und Hygienekonzept dies zulassen.

Private Feiern sind keine Veranstaltungen im Sinne der Verordnung. Hier gilt die Grenze von 10 Personen oder zwei Hausständen. (§ 10 Absatz 3 Satz 1 Nr. 2).

Die Obergrenzen gelten im Freien ebenso wie in geschlossenen Räumen.

Sollten sich die Infektions-Zahlen mit diesen Regelungen nicht in den Griff kriegen lassen, ist mit weiteren Einschränkungen zu rechnen, die dann gegebenenfalls noch viel weiter in unser tägliches Leben eingreifen.

Deswegen möchte ich auch persönlich einen dringenden Appell an jeden Einzelnen richten:
Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme sind die wichtigsten Regeln in dieser Krise.
Bitte denken Sie an Ihre Mund-Nase-Bedeckung und auch an deren richtigen Sitz, halten Sie Abstand und achten Sie mit Händewaschen, Niesen und Husten in die Armbeuge und ähnlichen Kleinigkeiten auf ausreichende Hygiene in Ihrem Alltag. Sie schützen damit sich und vor allem schützen Sie damit andere.

Nutzen Sie die Informationsangebote zu Corona auf den Seiten der Bundesregierung, der Landesregierung und des Robert-Koch-Instituts. Auch das Landratsamt und die Gemeinde haben Informationen auf ihren Homepages und Links zu weiterführenden Seiten.

Wir können durch Beachtung der Regeln in unserem Alltag mit geringem Aufwand viel Erreichen, aber nur wenn alle dabei mitmachen.
Bitte machen auch Sie mit, bleiben Sie gesund und helfen Sie mit, dass auch andere gesund bleiben.

Ihre

Katrin Buhrke
Bürgermeisterin