Vor 250 Jahren benötigten die Menschen im Murgtal für die wachsende Bevölkerung mehr Raum für ihre Landwirtschaft und Viehhaltung. Entlang der Bachläufe in den steilen Murgseitentälern rodeten sie den Wald und legten Wiesengrundstücke an. Sie trugen die vielen Steine des kargen Waldbodens zusammen und bauten damit sogenannte "Leseriegel" oder terrassenartig angelegte Trockenmauern. Die Wiesen wurden als Heuwiesen genutzt, da sie für die Beweidung zu steil und zu feucht waren. Die Bewässerung erfolgte über ein speziell angelegtes Kanalnetz mit kleinen Bächen und einer strengen Nutzerordnung. Einwanderer aus Tirol brachten die Bauweise der hölzernen Heuhütten mit. In den Heuhütten lagerte das Heu und konnte im Winter mit einem Schlitten oder auch auf dem Rücken in einem hölzernen Tragekorb ins Tal gebracht werden. Heute werden die Heuhüttentäler nicht mehr wirtschaftlich genutzt. Viele Täler sind bereits im Laufe der vergangenen 30 Jahre zugewachsen. Die noch verbliebenen offen Wiesentäler zählen zu den wertvollsten Kulturlandschaften unserer Region. Sie bestimmen unser angenehmes Klima und sorgen für die Durchlüftung im Ort, da die Fallwinde die frische Luft aus dem Wald durch die Täler wehen.

Die Gemeinde Forbach bemüht sich seit vielen Jahren unter starkem finanziellen Einsatz und der Unterstützung von ehrenamtlichen Bürgern und Bürgerinnen, Vereinen und Forstmitarbeitern, die verbliebenen Täler offen zu halten.





Kauersbachtal im Ortsteil Gausbach

Rund um das Kauersbachtal und den Schobelsrain in Gausbach führen 10 kleine und große Rundwege. Der kürzeste Rundweg mit ca. 3 km ist der "Sagenweg", der besonders für Familien mit Kinder hervorragend geeignet ist, um auf abwechslungsreiche Art die Landschaft im Murgtal kennen zu lernen. Der zeitgenössische Forbacher Künstler Rüdiger Seidt und andere Bildhauer haben die Sagen-Stationen und Brunnen gestaltet.
Ausführlich beschrieben finden sich die Rundwege in einem Faltblatt, das bei der Tourist-Info im Rathaus Forbach erhältlich ist.



Ebettal in Bermersbach

Einen traumhaften Panoramablick über die Heuhüttendächer und den Ortsteil Bermersbach hat der Wanderer auf dem Wulzenbergweg oberhalb des Ebettales. Am Fuße des Tals befindet sich eine Wassertretstelle mit frischem kühlen Quellwasser.



Die Ziegenbeweidung

Durch die tatkräftige Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer wird ein großer Teil der Bermersbacher Heuhüttentäler über die Beweidung mit Burenziegen freigehalten. 1997 rodeten sie das Wulzenbergtal. 1998 wurde der "Verein der Ziegenfreunde zur Landschaftspflege Bermersbach" ins Leben gerufen. Es wurden großflächige Weiden eingezäumt und ein Winterstall gebaut. Heute grasen von Frühjahr bis Herbst viele Ziegen und Zicklein auf den Weiden rund um Bermersbach. Auch in den anderen Ortsteilen haben sich bereits viele nachahmer gefunden.

Wer die Ziegen hautnah erleben möchte, für den gibt es in der Ferienregion Forbach ein besonderes Angebot. Der Ziegenpfad führt auf ca. 2,5 km von Forbach nach Bermersbach quer durch die Ziegenweiden und erlaubt einen besonderen Eindruck von unseren Landschaftspflegern.

Hier gibts den Flyer als pdf-Datei zum Download.

Nähere Informationen zum Verein erhalten Sie über

Hans-Jörg Wiederrecht
Kirchstr. 1
76596 Forbach-Bermersbach
Tel.: 07228 - 96 99 84


Gemeinde Forbach, Landstraße 27, 76596 Forbach
Tourist- Info, Zimmer 1
Tel.: 07228 - 39 0, Fax: 07228 - 39 80
touristinfo@forbach.de, www.forbach.de