Der Berthold hatte beim Kronenwirt in Forbach gearbeitet und wollte heim nach Gausbach.
Als er aber an die Murg kam, war keine Brücke mehr da, nur ein fürchterlicher gähnender Abgrund.
Er wollte nach Forbach zurück. Aber da war auch keine Straße mehr, auch nur ein schwarzer Abgrund.
Was machen? Er empfahl seine Seele Gott dem Herrn.
Dann verlor er den Boden unter den Füßen und merkte,
wie es mit ihm immer abwärts ging, immer abwärts, bis er schließlich stillstand.
Er hörte und fühlte die Murg neben sich rauschen. "Nur nicht ertrinken", murmelte er.
"DÖS SOLLSCH AU GAR NIT!" rief eine tiefe Stimme neben ihm. Erschrocken schaute er sich um.
Da stand einer mit feurigen Augen und zwei Hörnern neben ihm. Der Hörnerich packte ihn,
fuhr mit ihm über die Brücke der Murg und setzte ihn oben an der anderen Seite wieder ab.
Berthold hörte nur noch ein gellendes Lachen vom Haulerberg herüber. Da kam ein Wagen über die Brücke gefahren,
Gausbach zu. Berthold rief um Hilfe, obgleich es eigentlich nicht mehr notwendig war, und der Wagen hielt.
Er bereute freilich sofort, gerufen zu haben, denn er fühlte sich von starken, unsichtbaren Händen gepackt
und auf den Wagen gehoben, der augenblicklich davonraste, dass unserem Berthold Hören und Sehen verging.
Jetzt erst merkte er, dass ja gar keine Pferde vor den Wagen gespannt waren. Endlich hielt das Gefährt.
Berthold wurde heruntergehoben und saß - auf dem Latschigfelsen, hoch über Gausbach.
Der Wagen war verschwunden. Der arme Kerl musste dann in stockdunkler Nacht den weiten Weg
durch den unheimlichen Wald nach Gausbach machen.