Forbach und seine Teilorte Bermersbach, Gausbach und Langenbrand
besitzen seit 1981 eine zentrale Kläranlage in Wolfsheck.

Die mechanisch-biologische Zentralkläranlage Forbach wurde in einem engen Taleinschnitt unweit
der Papierfabrik Wolfsheck auf dem linken Murgufer errichtet. Die außergewöhnlich beengten
Platzverhältnisse, die Untergrundbeschaffenheit und die Anforderungen an die Einbindung der
Anlage in das landschaftlich reizvolle Murgtal bestimmten deren bautechnische und architekto-
nische Konzeption. Der saisonal schwankende Abwasseranfall und die erforderlichen Entwick-
lungsreserven waren für die abwassertechnische Problemlösung von besonderer Bedeutung.

Die Kläranlage gliedert sich in die Verfahrensbereiche:
- mechanische Abwasserreinigung
- biologische Abwasserreinigung
- Schlammstabilisierung
- Schlammentwässerung

Zu den Betriebsgebäuden gehören die Räume für die Betriebsüberwachung, die elektrischen
Schaltanlagen, ein Labor, ein Werkstatt- und Lagerraum, der Gebläse- und Pumpenraum, sowie Sozialräume.

Technische Daten und Auslegung der Kläranlage Forbach:

Einwohnergleichwerte: 7.000 EGW
Trockenwetterzufluß 3.133 m³/Tag
während der Tagesstunden bis 60 l/s
davon Fremdwasserzufluß: 21 l/s
Maximalzufluß bei Regen: 120 l/s
BSB5-Fracht ca. 490 kg/Tag
BSB5-Restkonzentration : 20 mg/l
Überschußschlammfeststoffe: ca. 525 kg/Tag
Überschußschlammvolumen: ca. 44 m³/Tag
Feststoffe im Schlammkuchen: 30 %
Entwässerter Schlamm: ca. 3,5 m³/Tag

Einlaufpumpwerk:
2 drehzahlgeregelte Kreiselpumpen mit je 120 l/s

Mechanische Vorreinigungsanlage:
1 Greiferrechen, Spaltweite: 20 mm

1 belüfteter Sandfang: 54 m³

Biologische Abwasserreinigung und Schlammstabilisierung:
1 Belebungsbecken mit Gegenstrombelüftung: 2.460m³
1 Nachklärbecken: 1.100 m³

Schlammentwässerung
Schlammeindicker: 200 m³
1 Siebbandpresse, Durchsatz 8 Nm³/h

Baukosten der Kläranlage inkl. der Verbindungskanäle: 20 946 000 DM
Bauzeit: 1978 - 1981