Um 1744 dürfte die erste Kapelle in Herrenwies gebaut worden sein, die noch heute, profaniert, unterhalb der Kirche
und des Friedhofs erhalten ist. Geweiht war die Kapelle dem heiligen Antonius von Padua.
Ab 1745 bis 1752 übernahmen die Kapuziner aus Baden-Baden die Hl. Messe an Sonn- und Feiertagen. Danach
wechselt die seelsorgerische Betreuung verschiedentlich bis 1818 eine eigene Pfarrei dotiert wird.
In der Folgezeit bis 1880 wird immer wieder von kleineren Reparaturen berichtet, die allerdings nur notdürftig
die gröbsten Mängel in der eigentlich zu kleinen Kapelle, die damals auch für Hundsbach diente,
zu beseitigen vermögen. 1882 werden mit Hilfe des Heiligenfonds Forbach ein neuer Hochaltar
und neue Statuen beschafft. In den 1890er Jahren ist das Aus für die Kapellennutzung amtlich.
1896 wird mit dem Bau der neuen Kirche begonnen, der 1898 abgeschlossen ist.
1901 folgt schließlich die Weihe der neuen Kirche. Nachdem 1911 ein neuer Altar aufgestellt wurde,
wurde der alte Altar, noch aus der Kapelle stammend an die Kapelle in Hundsbach gegeben.